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Kerwa-Zeit in der Genussregion

Bereits seit dem Mittelalter werden Kerwas anlässlich der Einweihung einer Kirche gefeiert. Heutzutage ist die Kirchweih zu einem festen Bestandteil unseres Brauchtums im Coburger Land geworden.

Von den Pfarreien, Gemeinden, Gaststätten und Vereinen organisiert, finden in Stadt und Landkreis bis in den November hinein über 150 Festlichkeiten statt.

Bei Kirchweihgottesdiensten, Kirchweihmärkten und Musikveranstaltungen bietet der Besuch der Kirchweihen und Bier- bzw. Backfesten außerdem eine gute Gelegenheit, einige unserer zahlreichen Spezialitäten im geselligen Beisammensein zu genießen.

Kirchweihkalender 2018

Wer sich in diesem Jahr einen Überblick über mehr als 150 Termine rund um die Kirchweihen, Bier- und Backfeste in der Region verschaffen will, kann sich den Kirchweihkalender 2018

  • online ansehen,
  • herunterladen
  • oder in den Touristinfos, Rathäusern und im Landratsamt abholen.


Kirchweihtraditionen im Coburger Land


Kirchweih im Wandel der Zeit

Die Kirchweih in ihrer ursprünglichen Form wurde bereits im Mittelalter begangen. Damals war der religiöse Kontext noch vordergründig anzutreffen.
So war die Kirchweih also ein rein kirchliches Fest, welches zur Gründung oder Einweihung einer neuen Kirche abgehalten wurde. Dieses war häufig auch als „Patroziniumfest“ bekannt und kehrte jährlich wieder.

Mit der Errichtung von immer mehr Kirchen und dem zunehmend ausschweifenden Umfang der Kirchweihen, wurden schließlich die Dorfkirchweihen einzelner Kirchen auf einen zentralen Termin verlegt. So wollte man es den passionierten Kirchweihgängern unmöglich machen, auf den Kirchweihen der Nachbargemeinden dem Alkohol zu frönen.

Durch die Festlegung eines zentralen Termins wurde der Begriff der „Allerweltskirchweih“ geprägt, welche bekanntlich immer am dritten Sonntag im Oktober abgehalten wird. Diese Terminänderung wurde jedoch nicht in allen Gebieten angenommen. So wird heute zwar der Großteil der Kirchweihen am dritten Oktoberwochenende gefeiert, jedoch gibt es auch Gemeinden, die bereits Mitte April oder aber erst Ende November „Kerwa feiern“.

War die Kirchweih früher ein Fest, welches voll und ganz der Kirche gewidmet war, so ist der christliche Kontext heute stark in den Hintergrund gedrängt worden.
Bereits im 18. Jahrhundert wurden Kirchweihen von der Kirche losgelöst, als Fest der Allgemeinheit verstanden und dementsprechend ausschweifend gefeiert.

Heute definiert sich die Kirchweih oftmals durch ein üppiges Essensangebot, Bier, sowie Trachten. Aber auch Buden, Fahrgeschäfte und natürlich die allabendlichen Feiern im Herzen der Dorfgemeinschaft sind heutzutage von keiner Kerwa mehr wegzudenken.

Kirchweihjugend in traditionellem Gewand

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